Wittenberger
Sonntagsvorlesungen 2009
„…und alles, was wir erreichet
haben, ist immer nur Anfang.“
Johannes Calvin
Umstrittener Kirchenreformer und
Vater der Moderne
Am 10. Juli
2009 jährt sich zum 500. Mal der
Geburtstag von Johannes Calvin. Doch wer war dieser Franzose? Für die einen ist
er neben Martin Luther der zweite große Reformator des 16. Jahrhunderts –
einer, ohne den unser neuzeitlicher Individualismus und unsere Vorstellungen
von Demokratie nicht zu denken sind. Die anderen betonen vor allem die
fragwürdigen Seiten seines Lebens. Sie erinnern an die Linien, die von seiner
Theologie zum „Geist des Kapitalismus“
führen oder an seine Beteiligung an der grausamen Hinrichtung des Arztes und
Humanisten Michel Servets. Was also
bleibt übrig von diesem Reformator? Die Sonntagsvorlesungen im Predigerseminar
werden im Calvin-Jahr 2009 eine Antwort auf diese Frage suchen.
11.
Januar 2009
„Nach Gottes Wort reformiert“
Die andere Reformation und die neue Theologie in
Oberdeutschland.
Prof. Dr. Volker Leppin,
Jena
15.
Februar 2009
„Jener Franzose“
Calvins Weg vom Flüchtling zum Weltgestalter
Prof. Dr. Christoph Strom,
Heidelberg
15. März
2009
„… und wollen von Genf ein Jerusalem machen.“
Calvin und die heilige Stadt Genf
Prof. Dr. Herman Selderhuis, Apeldoorn
26. April 2009
„Die Regierungen dürfen es nicht zulassen, daß die
Freiheit, zu deren Beschützer sie eingesetzt sind, … gemindert oder verletzt
wird.“
Calvin und der Weg zur modernen Demokratie und
Wirtschaftsordnung
Prof. Dr. Michael Beintker,
Münster
24. Mai
2009
„Eine solche wahrhaft religiöse Vereinigung …
entspricht den ersten Absichten der Reformatoren.“
Das Reformationsfest 1817 und die Kirchenunion in
Preußen
Dr. Gisa Bauer, Leipzig
21. Juni
2009
„…die braven Henkeltassen mit dem streng blickenden
Konterfei des Reformators“
Johannes – wer? Calvin und der Calvinismus im
heutigen Bewusstsein
Dr. Achim
Detmers, Hannover