Wittenberger
Sonntagsvorlesungen 2008
In unserem
Land leben Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kulturen, Konfessionen und
Religionen zusammen. Dieses Miteinander
gilt es in einem Lebensraum des Friedens, der Gerechtigkeit und der
Freiheit gemeinsam zu gestalten. Das ist eine große Herausforderung. Dabei wird
es ein friedliches Zusammenleben nicht ohne Frieden zwischen den Religionen
geben; nicht ohne einen Dialog, der in Frieden und Klarheit Gemeinsamkeiten und
Unterschiede gleichermaßen in den Blick nimmt.
Welche Rolle spielen für diesen Dialog die Traditionen, die das Gespräch
zwischen den Religionen in unserem Kulturkreis hat? Woran können wir anknüpfen?
Und wie stellen wir uns zu den beschämenden und schwierigen Kapiteln dieser
Geschichte? Wir müssen uns entscheiden. Vereinnahmung – Konflikt – Frieden,
diesen Denk- und Handlungsmustern begegnen wir immer wieder. Die Wittenberger
Sonntagsvorlesungen 2008 werden sich mit ihnen im Blick auf die
Reformationszeit sowie deren Vor- und Nachgeschichte auseinandersetzen.
„Ein jedes Volk wandelt im Namen seines Gottes…“
Begegnung mit anderen
Religionen
Vereinnahmung – Konflikt – Frieden
20.
Januar 2008
„Verbirg
Dich darum nicht länger, o Herr! … zeige dein Antlitz, und alle Völker werden
heil sein…“
Nikolaus von Kues und die
Herausforderung des Konflikts zwischen den Religionen
Dr. Philipp
David, Kiel
24.
Februar 2008
„Darum
werden jene sich bekehren und endlich zur Wahrheit des Glaubens gebracht
werden.“
Martin Luther und die Juden
Prof. Dr.
Thomas Kaufmann, Göttingen
30. März
2008
„Wo hat
er’s gelesen? Der Sau … im Hintern“
Von unserem Umgang mit den
kirchlichen Schandbildern der (so genannten) „Judensau“
Akademieleiter
Marten Marquardt, Köln
27.
April 2008
„Denn es (ist) ja ein herrlich geschlecht, von welchem auch Christus,
vnser Seligmacher, nach dem Fleisch geboren ist.“
Die Religionspolitik Philipps von
Hessen
Prof. Dr.
Gury Schneider-Ludorff, Neuendettelsau
25. Mai
2008
„Und kämpfe
gegen die Türken und ihren Gott“
Luthers Stellung zum Islam
Dr.
Johannes Ehmann, Heidelberg
22. Juni
2008
„Nicht die Kinder blos, speist man/Mit Mährchen ab.“
Lessings Verständnis von Toleranz im
Dialog der Religionen
Dr. Martin
Kessler, Basel