Kirchliches Umweltmanagement

>>> Umweltleitlinien

 

 

 

 

Grüner Hahn im Predigerseminar!

In Wittenberg engagieren sich mehrere Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen für den Klimaschutz: die EvangelischeAkademie , das Predigerseminar mit der Schloßkirchengemeinde, die Stadtkirchengemeinde und die Evangelische Grundschule .

Diese kirchlichen Einrichtungen wollen zeigen, dass nicht nur früher sondern auch heute von gelebten protestantischen Glauben Bewegung in die Gesellschaft ausgehen kann. „Den Garten zu bebauen und zu bewahren…“, dafür setzen sich die Gemeinden und Einrichtungen ein.

Die Einrichtungen führen kirchliches Umweltmanagement ein, um so wirkungsvoll und kontinuierlich CO2 Emissionen zu reduzieren und natürliche Ressourcen zu schonen. In Umweltteams, in denen Mitarbeiter und Gemeindemitglieder aktiv sind, wird durch planmäßiges Vorgehen Schritt für Schritt das Wirtschaften der Institution umweltfreundlich ausgerichtet. Dabei werden sie von kirchlichen Umwelt- und Eine-Welt-Mentoren und vom Umweltbeauftragten der ev. Kirche von Westfalen beraten und unterstützt.

Durch ein gemeinsames Engagement und Öffentlichkeitsarbeit für Klimaschutz ist es Ziel, in der Kommune Wittenberg, dem Landkreis, dem Land Sachsen-Anhalt und der Landeskirche Zeichen setzen und ebenfalls zu Klimaschutzaktivitäten zu motivieren.

 

Im Predigerseminar werden folgende Maßnahmen umgesetzt:

Reduzierung des Stromverbrauchs

Im Rahmen des Umweltmanagements werden die alten Glühlampen schrittweise gegen Energiesparlampen ausgetauscht. Mit dieser Maßnahme werden ca. 1000,- € Stromkosten gespart.

Reduzierung des Wärmeverbrauchs

Neben technischen Maßnahmen, wie z.B. der Isolierung von Heizungsrohren, wollen wir versuchen, durch entsprechendes Nutzerverhalten den Wärmeverbrauch zu reduzieren. Mit den Thermometern in den Wohn-, Arbeits- und Gemeinschaftsräumen lassen sich die gefühlte und die tatsächliche Temperatur vergleichen. 20°C im Raum sollten genügen. Wem dann immer noch zu kalt ist, der sollte auf einen warmen Pullover und Strümpfe zurückgreifen.

Umstellungen im Büro

Für den Einsatz am Drucker und Kopierer wurden verschiedene Recyclingpapiersorten getestet, um die Verträglichkeit der Geräte zu prüfen. Gegenwärtig wird überwiegend Recyclingpapier verwendet.

Mülltrennung

Besonderes Augenmerk wird auf die Mülltrennung in den Vikars- und Gästezimmern gelegt. Hier gibt es entsprechend markierte Müllbehälter. Glasmüll und Grüner-Punkt-Müll können an zentralen Stellen entsorgt werden.

Dies ist nur eine kleine Auswahl an Maßnahmen. Außerdem wollen wir künftig fairen Kaffee und Tee anbieten, die Büroarbeitsplätze mit Steckerleisten versehen u.v.m.

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich bitte an die Hausleitung.

Im Internet finden Sie Näheres unter www.kirchliches-umweltmanagement.de.

Das Projekt wird gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (dbu) und dem EED.



>> Doris Kothe - Religion Kirche und Klimaschutz (mp3 Datei)


 

 

Von der UNESCO als offizielles UN-Dekadeprojekt ausgezeichnet: „Kirche für Klimaschutz” in Wittenberg

 

Das Projekt wurde von der Jury des Nationalkomitees der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung” als eines der offiziellen Projekten 2007/2008 ausgewählt. Die Urkunde wurde den ausgezeichneten Initiativen und Vereinen am 15. Juni in Berlin überreicht. 

UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005-2014)”

Nachhaltig ist eine Entwicklung, „die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen” – so definierte die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung unter Leitung der früheren norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland 1987 den Begriff Nachhaltigkeit. Soziale Gerechtigkeit, ökologische Verträglichkeit und ökonomische Leistungsfähigkeit sind gleichrangige Ziele des Konzeptes. 2002 beschloss die Vollversammlung der Vereinten Nationen auf Empfehlung des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg, für die Jahre 2005 bis 2014 eine Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung” (www.dekade.org) auszurufen. Ihr Ziel ist es, durch Bildungsmaßnahmen zur Umsetzung der in Rio beschlossenen und in Johannesburg bekräftigten Agenda 21 beizutragen und die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung weltweit in den nationalen Bildungssystemen zu verankern.