Ausbildungskurse

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Gottesdienste & Andachten

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Drei Landeskirchen

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Festgottesdienst am 1. September 2026

In einem festlichen Gottesdienst am 1. September 2026 um 18:00 Uhr in der Schlosskirche zu Wittenberg wird eine neue Studienleitung eingeführt und 31 Vikarinnen und Vikare in den Vorbereitungsdienst übernommen

Am 1. September werden die neuen Vikarinnen und Vikare des Ausbildungsjahrgangs 2026-2028 in den Vorbereitungsdienst aufgenommen und in einem Gottesdienst in der Schlosskirche um 18:00 Uhr für ihren Dienst eingesegnet.

Damit beginnt dieser Ausbildungsabschnitt erstmals für die Vikarinnen und Vikare der evangelischen Landeskirche Anhalts (3), der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (15) der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (13) gemeinsam am Predigerseminar Wittenberg.
Die Landeskirchen zeigen durch diesen Schritt ihre enge Verbundenheit in der Ausbildung im Vorbereitungsdienst zum ordinierten Amt. Sie haben dafür auch die Ordnung des Vorbereitungsdienstes und die Prüfungsordnungen angeglichen.

Mit dem strukturellen Einschnitt gehen personelle Veränderungen und Aufbrüche einher:
In diesem Gottesdienst werden Pfarrerin Dr. Miriam Wojakowska (Berlin) und Pfarrer Sören Brenner (Halle (Saale)) in ihren neuen Dienst als Studienleitende am Evangelischen Predigerseminar Wittenberg eingeführt.

Pfarrerin Dr. Wojakowska ist derzeit im Gemeindepfarrdienst in St. Michael Ludwigsfelde und im Schulpfarramt tätig. Pfarrer Sören Brenner ist derzeit Schulbeauftragter der Evangelische Kirche in Mitteldeutschland.
Damit ist das Team der Studienleitung komplettiert.
Bereits im Lehrbetrieb des Predigerseminars tätig sind Pfarrerin Jasmin El-Manhy, Kantor Philipp Spielmann, Pfarrer Olaf Trenn, Pfarrerin Ann-Sophie Wetzer mit Direktorin Birgit Neumann-Becker. Sie werden in diesem Gottesdienst für ihren gemeinsamen Dienst eingesegnet.

Die Ausbildung von Pfarrerinnen und Pfarrern im Vikariat ist im Grunde eine duale Ausbildung: Sie findet praktisch in Schulen und Gemeinden und stärker praktisch experimentell am Predigerseminar statt. Die Studienleitung arbeitet mit den Vikarinnen und Vikaren in den in Wittenberg stattfindenden Kursen und unterstützt zugleich das Gemeindevikariat.

Der Gottesdienst ist öffentlich und wird mit Beteiligung der Schlosskirchengemeinde gehalten.
Nach einer kleinen Pause werden schon ab 20. September wieder häufiger Gottesdienste durch Vikarinnen und Vikare in der Schlosskirche gehalten.

Direktorin Birgit Neumann-Becker:

„Die Kirchen im Osten Deutschlands sind mit ähnlichen historischen Rahmenbedingungen in einer Minderheitensituation eng miteinander verbunden. Der Pfarrdienst beauftragt dazu ‚Menschen dabei zu helfen, dankbar zu leben und getröstet zu sterben; niemanden verloren zu geben und alle, die Beistand brauchen, zu unterstützen.‘[1] In einer gesellschaftlich und politisch aufgeladenen Zeit ist das eine wichtige Aufgabe. Bei Kirche und Gemeinden liegt eine besondere Verantwortung für die Gemeinschaft und Verständigung vor Ort, die auch in der Ausbildung in den Blick kommt.
Deshalb soll bei der Ausbildung von Pfarrerinnen und Pfarrern die Kenntnis der protestantischen Tradition und der Mut zu erneuerten Formen, ein tiefes Verständnis für die verschiedenen Lebenssituationen und Nöte von Menschen und eine Sprache gefunden und eingeübt werden, die die christliche Hoffnungs-Botschaft verständlich macht.“

Hintergrund

Das 1816/17 gegründete Evangelische Predigerseminar Wittenberg bildet am Ursprungsort der Reformation seit 210 Jahren Theologinnen und Theologen für den Dienst an Wort und Sakrament aus. Es ist eine unselbständige Einrichtung der UEK. Im Lehrbetrieb des evangelischen Predigerseminars Wittenberg wirken die Evangelische Landeskirche Anhalts, die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland sowie die EKU-Stiftung gemeinsam daran, das theologische Erbe von Luther, Melanchthon und Bugenhagen lebendig zu halten und Wittenbergs ökumenische Ausstrahlung zu stärken.
Die Ausbildung findet weitgehend in der Seminaretage des Wittenberger Schlosses statt. Zum Predigerseminar gehört auch die Schlosskirche, die Reformationsgeschichtliche Forschungsbibliothek und das Christine-Bourbeck-Haus, in dem die Vikarinnen und Vikare wohnen. 

Im April 2026 ging eine langjährige Kooperation zu Ende: Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens hat die Ausbildungskooperation in Wittenberg beendet und bildet seither ihre Vikarinnen und Vikare gemeinsam der bayerischen Landeskirche aus.

Bereits im Mai 2026 begannen 37 Vikarinnen und Vikare ihre Ausbildung im neu aufgestellten Kurssystem.

[1] Ordnung für Ordination von Pfarrerinnen und Pfarrern.

Tag des offenen Denkmals

Am 12. September 2026 ist wieder der Tag des offenen Denkmals – eine perfekte Gelegenheit, verborgene Schätze direkt vor unserer Haustür neu zu entdecken! Unter dem jährlichen Motto öffnen bundesweit historische Orte ihre Türen, die sonst oft verschlossen bleiben. Besonders Kirchengebäude stehen an diesem Tag im Mittelpunkt: Sie sind nicht nur architektonische Meisterwerke und jahrhundertealte Wahrzeichen unserer Orte, sondern auch lebendige Zeitzeugen der Kultur-, Kunst- und Sozialgeschichte. Ob imposante Gotik, prächtiger Barock oder schlichte Moderne – jede Kirche erzählt faszinierende Geschichten von Handwerkskunst, Glauben und Gemeinschaft. Weitere Info’s: https://www.tag-des-offenen-denkmals.de

Inhalte

Präambel

Im Predigerseminar wird die praktische Ausbildung durch Üben und Experimentieren, durch Reflektieren und Diskutieren unterstützt. Die Erfahrungen in den Gemeinden sind dabei ebenso im Blick wie neuere praktisch-theologische Entwürfe und kirchliche Positionen zu aktuellen Fragen. Die Ausbildung vollzieht sich in einer intensiven Arbeits- und Lebensgemeinschaft.

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