Verabschiedungsgottesdienst

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Gottesdienste & Andachten

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Vier Landeskirchen

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Pressemitteilung am 20. April 2026

Abschied und Aufbruch: Das Evangelische Predigerseminar Wittenberg erneuert sich

Die Ausbildung von Vikarinnen und Vikaren in Wittenberg wird fortgeführt

Das 1816 gegründete Predigerseminar Wittenberg bildet seit über zwei Jahrhunderten Theologinnen und Theologen für den Dienst an Wort und Sakrament aus – am Ursprungsort der Reformation. Getragen von der Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) wirken hier die Evangelische Landeskirche Anhalts, die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland sowie die EKU-Stiftung gemeinsam daran, das theologische Erbe von Luther, Melanchthon und Bugenhagen lebendig zu halten und Wittenbergs ökumenische Ausstrahlung zu stärken.

In diesem Jahr geht eine langjährige Kooperation zu Ende: Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens hat ihren Vertrag nicht verlängert, mit dem sie bisher die Ausbildung organisiert hat. Bis zum Frühjahr 2026 schließen die letzten sächsischen Vikarinnen und Vikare ihre Ausbildung in Wittenberg ab.

Am Samstag, dem 25. April, um 18 Uhr wird das Ende dieser gemeinsamen Wegstrecke in der Schlosskirche geistlich begangen. Bischof Dr. Christian Stäblein (Kuratoriumsvorsitzender), Bischof Frank Kopania (UEK) und Landesbischof Tobias Bilz feiern gemeinsam mit dem Predigerseminar und Gästen eine Andacht – ein Abschied in Würde und mit dem Gebet um Segen für künftig veränderte Wege in der Ausbildung.

Direktorin Birgit Neumann-Becker: „Die Kirchen im Osten Deutschlands sind in einer Minderheitensituation mit gleichen historischen Rahmenbedingungen und eng miteinander verbunden. Der Austausch wird fehlen. Gemeinsamkeiten bleiben bestehen." Die darüber hinaus reichenden vielfältigen Verbindungen zwischen den ostdeutschen Kirchen bleiben davon unberührt.

Mit dem strukturellen Einschnitt gehen personelle Veränderungen einher.
Am 26. April um 15 Uhr werden Studienleiter Pfarrer Stefan Günther (zugleich langjähriger stellvertretender Direktor), Studienleiter Pfarrer Oliver Fischer und Studienleiterin Pfarrerin Dr. Barbara Zeitler in einem festlichen Gottesdienst in der Schlosskirche zu Wittenberg verabschiedet. Im Anschluss lädt das Predigerseminar zu einem Empfang ein.

Gleichzeitig bricht Neues auf: Ab Mai beginnen 37 Vikarinnen und Vikare ihre Ausbildung im neu aufgestellten Kurssystem. Vier neue Studienleiterinnen und Studienleiter wurden berufen: Pfarrerin Jasmin El-Manhy, Pfarrer Olaf Trenn, Pfarrerin Ann-Sophie Wetzer und Pfarrerin Dr. Miriam Wojakowska. Ihre Einsegnung für den neuen Dienst findet im September statt.

Bereits am Predigerseminar tätig ist Direktorin Birgit Neumann-Becker sowie Kantor Philipp Spielmann als Studienleiter und als Kantor an der Schlosskirche, zunächst noch gemeinsam mit KMD Ulrich Hirtzbruch.

Damit ist das neue Team am Predigerseminar aufgestellt und beginnt seine Arbeit.

Die vor 210 Jahren am Evangelischen Predigerseminar Wittenberg begonnene Ausbildung geht weiter – mit neuer Struktur, neuem Kollegium und dem bleibenden Auftrag: eine gute Vorbereitung auf den Pfarrdienst in sich wandelnden Gemeinden und Kirchen.

Direktorin Birgit Neumann-Becker: „Wo Luther den Mut fand, neu zu denken, lernen auch heute Theologinnen und Theologen, Kirche mutig in die Zukunft zu denken. Reformation war nie Stillstand. Wittenberg auch nicht.“

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Reformationsgeschichtliche Forschungsbibliothek

Die Reformationsgeschichtliche Forschungsbibliothek beherbergt einen Gesamtbestand von rund 230.000 Bänden, darunter zahlreiche Erstdrucke und Handschriften der Reformatoren, allen voran jene Martin Luthers, Philipp Melanchthons und Johannes Bugenhagens. Darüber hinaus verwahrt sie wesentliche Teile der alten Wittenberger Universitätsbibliothek sowie die Gemäldesammlung und das Archiv des Evangelischen Predigerseminars Wittenberg.

Inhalte

Präambel

Im Predigerseminar wird die praktische Ausbildung durch Üben und Experimentieren, durch Reflektieren und Diskutieren unterstützt. Die Erfahrungen in den Gemeinden sind dabei ebenso im Blick wie neuere praktisch-theologische Entwürfe und kirchliche Positionen zu aktuellen Fragen. Die Ausbildung vollzieht sich in einer intensiven Arbeits- und Lebensgemeinschaft.

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